Das kleine produktorientierte Restaurant Lode & Stijn gibt‘s in Kreuzberg seit 2016. Vor ein paar Monaten eröffneten sie ihr zweites Restaurant, Remi, im neuen Sitz des Suhrkamp-Verlags in Mitte, einige Schritte von der Volksbühne entfernt.

Die Macher kommen aus den Niederlanden, das merkt man eigentlich nicht groß an ihren regulären Speisekarten, aber jetzt gibt‘s Bitterballen aus dem Fenster auf die Hand.

Bitter, bitte was? Bitterballen sind panierte, frittierte Fleischkroketten, die es in den Niederlanden an jeder Ecke gibt, entweder im Imbiss oder in den dort populären Selbstbedienungs-Automaten. Unsere Nachbarn haben eine wunderbare Imbisskultur – Frikandel, Saté, Kipcorn und Bitterballen – leider gibt‘s das alles nicht wirklich in Berlin. Einem kleinen holländischen Imbiss an der Reichenbergerstraße trauere ich noch Jahre nach seiner Schließung hinterher.

Aber weil Lode & Stijn gut kochen können und tolle Grundprodukte verwenden, schmecken die frittierten Teilchen dort tatsächlich besonders gut. Heiß, aber nicht fettig bekomme ich für 10 Euro acht Bitterballen mit einer milden Senfcauce.

Außen knackig, innen weich und gut gewürzt, ein toller Snack. Auch sehr gutes Sauerteig-Brot und weitere Leckereien gibt‘s. Da das Angebot wechselt, auf den sozialen Medien checken, was gerade auf der Karte steht.

Wochenende ab 13 Uhr. Lausitzer Str. 25, Kreuzberg.