An der Frankfurter Allee geht die Angst um! Die Angst vor den Unbekannten, die am Mittwoch einen Einkaufswagen aus knapp 60 Metern Höhe aus einem Wohnhaus warfen.

Von Jörg Bergmann und Timo Beurich

Dabei sind ein Familienvater (33) mit seinem Sohn (2) an der Hand um Haaresbreite dem Tod entkommen – der Metall-Wagen schlug nur einen Meter neben ihnen ein, als sie gerade das Haus verließen.

Tatort 21. Stock: Über diese Brüstung hievten die Unbekannten den Einkaufswagen und ließen ihn nach unten fallen (Foto: Jörg Bergmann)
Tatort 21. Stock: Über diese Brüstung hievten die Unbekannten den Einkaufswagen und ließen ihn nach unten fallen (Foto: Jörg Bergmann)

„Wäre ich auch nur einen Schritt eher aus der Tür gekommen, hätte mich das Ding voll erwischt“, sagt der Mann, der auch am Donnerstag noch unter Schock stand. Auch ein 40-jähriger Passant hatte Glück, der Wagen verfehlte ihn genauso knapp wie den Familienvater.

Die Polizei ermittelt wegen versuchten Totschlags. Eine Mordkommission hat am Donnerstag in dem Hochhaus mit 21 Stockwerken Anwohner und Mieter befragt, ob sie möglicherweise die Täter gesehen haben.

Das Wohnhaus an der Frankfurter Allee in Lichtenberg hat 21 Stockwerke – von ganz oben stürzte der Wagen in die Tiefe (Foto: Jörg Bergmann)
Das Wohnhaus an der Frankfurter Allee in Lichtenberg hat 21 Stockwerke – von ganz oben stürzte der Wagen in die Tiefe (Foto: Jörg Bergmann)

Bislang steht nur fest: Die Unbekannten haben um 8.10 Uhr am Morgen den Einkaufswagen über die Brüstung nach unten geschleudert.

Anwohner Benny Sch. (32) sagt: „Die suchen ein paar Teenager, die hier morgens wohl mit dem Wagen rein sind.“ Sein Hoffnung ist, dass die Kameras im Fahrstuhl die Jugendlichen aufgezeichnet haben. An der Vordertür ist der Einlass durch einen Concierge-Dienst gesichert. Nachbar Sch. glaubt aber: „Die sind hinten durch die andere Tür.“